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31.01.2016Damen 1. Liga

8. Meisterschaftsrunde Damen

Albis und Winterthur sollten 2 Siege her

Die Damen aus Muotathal reisten am Sonntagmittag nach Rüti ZH. Die Halle war allen präsent, hatte man doch noch eine Rechnung offen. Nachdem man in dieser Halle aus dem Cup ausgeschieden war, wollte man dieses Mal als Sieger aus dieser Halle abreisen. Mit Floorball Albis und Winterthur United warteten jedoch keine einfachen Gegner auf die Innerschwyzerinnen. In der Vorrunde gab es gegen Albis eine knappe Niederlage und gegen Winterthur einen knapp erkämpften Sieg. Es warteten 2 Gegner, bei denen man im Voraus schon wusste, dass es keine einfachen zwei Spiele geben wird. Trotzdem wollten die Damen aber 2 Siege einfahren-davon war jede Spielerin überzeugt. Intensiv hatte man sich auf dieses Turnier vorbereitet und nochmals einiges für diese 2 wichtigen Spiele dazugelernt. Durch diverse Umstellungen im Team musste man die Vorbereitungszeit nutzen, um sich an die neue Situation zu gewöhnen. Diese 8. Meisterschaftsrunde wurde also zur Hauptprobe.

Rückstand in Sieg verwandelt

Die Thalerinnen starteten gut in das erste Spiel. Das Spiel war interessant und spannend von Beginn an. Beidseitig wurde gut gearbeitet, sodass kaum Chancen erarbeitet werden konnten. Trotzdem schafften es die Schwyzerinnen, immer wieder vor dem gegnerischen Tor aufzutauchen. Leider ohne Erfolg. Mit guter Defensivarbeit konnte verhindert werden, dass auch Albis am Muotathaler Torhüter scheiterten. Doch in der 10. Minute fiel das erste Tor- 1:0 Floorball Albis. Nur knapp eine Minute später 2:0 Floorball Albis. Die Damen des UHC KTV Muotathals glaubten jedoch weiterhin an einen Sieg. Mit schönen Passkombinationen konnten die Schwyzerinnen den Anschlusstreffer zum 2:1 erzielen. Jetzt war der Bann gebrochen und die Torjagd konnte beginnen. Nur 2 Minuten später stand es 2:2. Die Thalerinnen waren fest davon überzeugt, dass sie jetzt in Führung gehen und den Sieg holten. In Rückstand geraten wollte man auf keinen Fall mehr. Und kaum gesagt schon der Führungstreffer- 2:3 Muotathal. Dieses wichtige Tor wurde in einer Überzahl erzielt. Erstmals lag man in diesem Spiel in Führung. Diese wollte man für kein Geld der Welt aus der Hand geben. Kurz vor der Pause musste die Thaler Torhüterin nochmals hinter sich ins Netz langen 3:3 Pausenstand.

Nach der Pause wollte man mit der gleichen Aggressivität und dem gleichen Ehrgeiz agieren, wie zu Beginn der Partie. Gute Torhüterleistungen haben zu diesem guten Pausenresultat beigetragen. Auch die gute Defensivarbeit und das schöne Zusammenspiel gab es in die zweite Halbzeit mitzunehmen. Die zweite Halbzeit startete ähnlich wie die erste. Ein spannendes und ausgeglichenes Spiel. Bis die Thalerinnen in der 26. Minute den erneuten Führungstreffer erzielen konnten 4:3 für Muotathal. Diesmal war es klar, dass die Thalerinnen noch weitere Tore erzielen mochten und nicht Albis. In der 30. Minute fiel das 8. Tor. Leider nicht für die Thalerinnen- 4:4. Man wusste, dass die Direktabschlüsse von Albis sehr präzise und fast unhaltbar waren. Das Ziel vor dem Spiel war es, den Albiserinnen keinen Platz zum Abschluss zu lassen. Warum das bei den ersten 4 Gegentoren nicht 100% funktionierte, wusste niemand. Aber jetzt war klar. Man wollte den Zürcherinnen keinen Platz geben um Abschlüsse zu fassen. Dies gelang den Muotathalern hervorragend. So konnten die Thalerinnen wieder in Führung gehen 5:4 Muotathal. Nun war es wirklich an der Zeit, den ersten 2 Tore Vorsprung in diesem Spiel herauszuholen. Dank guter Teamleistung war dies in der 37. Minute auch der Fall. Die letzten 3 effektiven Spielminuten begannen mit einer 6:4 Führung für die Damen aus Schwyz. Nun galt es diesen Vorsprung bis zum Ende zu retten. Einigen kamen wieder Bilder aus der vergangenen Saison in den Sinn. Was war denn da? Genau! Kurz vor Schluss führte man gegen Albis 4:5 und in den letzten Sekunden konnten die Zürcherinnen den Ausgleich erzielen. Nein! Stopp! Weg mit diesen negativen Gedanken! Diesmal sollte das Glück auf der Schwyzerseite sein. Doch es kam, was kommen musste. Eine 2Minutenstrafe der Thalerinnen ermöglichten Albis den Anschlusstreffer. 6:5 Muotathal. Die Nerven auf der Spielerbank langen eine Minute vor Schluss blank. Jetzt wollte man den Sieg nach Hause fahren und nicht noch ein Gegentor kassieren. Starke Defensivarbeit und hervorragende Torhüterleistung ermöglichten, dass am Ende die Thalerinnen den Siegeskreis bilden konnten und gemeinsam jubeln. Dieser Jubel durfte genossen werden, schliesslich war er hart erkämpft. Doch die Thalerinnen wussten, wollten sie auf einem Playoffplatz übernachten, musste auch das zweite Spiel gewonnen werden.

Der unbequeme Gegner aus Winterthur

Nach dem Jubel aus dem ersten Spiel galt es, die Konzentration wieder auf den Match zu fokussieren. Dies gelang den Thalerinnen soweit so gut. Als der Startpfiff kam, ging es los. Doch die Mannschaft der Coaches Schelbert/Steiner schien wie ausgewechselt. Nichts wollte funktionieren. Nichts gelang der Truppe aus dem Thal. Auch als die Thalerinnen in der 5. Minute eine 2Minutenstrafe holte, schien es nicht besser zu laufen. Als Zeichen des schlechten Starts, musste die Thaler Torhüterin in dieser Unterzahlsituation gleich das erste Mal hinter sich greifen.-1:0 Winterthur. Diesen Rückstand galt es wett zu machen und die Aufholjagd zu starten. Doch leider wollten die  Muotathalerinnen nicht genau das Umsetzen, was der Staff der Mannschaft vor Spielbeginn erklärt hatte. Zu viele Einzelaktionen, zu wenig Zusammenspiel. Durch dieses Eigensinnige Spiel, gab es den Winterthurerinnen die Chance, weitere Tore zu erzielen und Chance um Chance zu erarbeiten. In der 11. Minute fiel das zweite Tor für die Winterthurer 2:0.  Schlag auf Schlag ging es weiter. 3:0 für Winterthur nach rund 12 Minuten Spielzeit. Diesen Spielstand war gar nicht nach Wünschen der Schwyzerinnen. Obwohl jede Spielerin wusste, dass das Spiel nicht einfach wurde, war niemandem bewusst, dass man so stark in Rückstand geraten werde. Als Winterthur kurz vor der Pause eine 2Minutenstrafe einfing, konnte Muotathal das erste Mal zeigen was sie konnten. Ein ruhiges und überlegtes Powerplayspiel führte zum ersten Torerfolg der Schwyzerinnen.- 3:1 Pausenstand.

Nach dem Wiederanpfiff, verlief das Spiel ähnlich, wie in der ersten Halbzeit. Die Thalerinnen wollten ein schöneres Zusammenspiel zeigen und in der Defensive besser agieren und die Chancen vorne im gegnerischen Tor versenken. Leider kam es genau umgekehrt.-4:1 Winterthur. Jetzt musste bei Muotathal der 20er gefallen sein und jeder einzelnen Spielerin sollte klar geworden sein, dass Winterthur den Schwyzerinnen den Sieg nicht schenken wird. Jede Spielerin musste sich zusammenreissen, um den Sieg noch zu holen. Zudem wollte man wieder das schöne Unihockey zeigen, dass man von den Thalern kennt. Auch den Trainern wurde das bewusst und so musste ausprobiert und agiert werden. Mit dem Ersetzen des Torhüters durch einen vierten Feldspieler, konnte der Druck auf das Winterthurer Tor verstärkt werden. So gelang es den Thalerinnen auch, den 4:2 Anschlusstreffer zu erzielen. Eigentlich wäre jetzt der Bann gebrochen und die Tore kämen im Minutentakt. Doch an diesem Sonntag in dieser Halle wollte es einfach nicht klappen. So konnten die Winterthurer 2 weitere Tore zum 6:2 erzielen. So hoch wollten die Thalerinnen sich aber nicht geschlagen geben. Nicht gegen Winterthur. Dank besserem Zusammenspiel und dem zurückkehrendem Siegeswillen gelang es doch noch auf 6:4 Schlussresultat heranzukommen.

Das Spiel gegen Winterthur verlief absolut nicht nach Wünschen der Thalerinnen. Mit 2 Siegen an diesem Spieltag, hätte man auf einem Playoffplatz Ferien machen können bis zur nächsten Meisterschaftsrunde. So wird es aber in der letzten Meisterschaftsrunde nochmals spannend. Die Innerschwyzerinnen können darauf hoffen, dass in der letzten Meisterschaftsrunde die 4. Platzierten aus Mettmenstetten nicht alle 4 Punkte holen, die Thalerinnen jedoch alle holen. Somit würde man in der allerletzten Meisterschaftsrunde doch noch auf einen Playoffplatz vorstossen und somit in die Playoffs einziehen.

 

Resultate:

UHC KTV Muotathal - Floorball Albis 6:5

UHC KTV Muotathal - Winterthur United 4:6

 

Für Muotathal spielten:

Torhüter: Claudia Brandenberger (1. und 2. Spiel ab 13.min.) Manuela Auf der Maur (2. Spiel)

Corinne Heinzer (3Tore/0Assists), Cynthia Herger (2/0), Regula Schuler (1/5), Fabienne Reichmuth (4/0), Daniela Gisler (0/1), Rahel Tschümperlin (0/1), Tamara Küttel, Livia Eichhorn, Silvia Isler, Alessia Saluz, Angelika Reichlin

Maria Bossert, Leandra Pisani, Kathrin Schmidig (ohne Einsatz), Jill Herger (verletzt)