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13.12.2015Damen 1. Liga

6. Meisterschaftsrunde Damen

Die Thalerinnen reisten mit viel Zuversicht am frühen Nachmittag nach Chur. Das Ziel war klar. Man wollte das erste Mal in dieser Saison mit 4 Punkten heimkehren.

Mithalten in der Spitzengruppe benötigt 2 Siege

Das Ziel war gesetzt. Nun galt es, dies umzusetzen. In der Vorbereitung hatte man einiges geleistet. Es wurde gut und intensiv trainiert und die Thalerinnen wurden von ihren Coaches Schelbert/Steiner gut auf diesen Tag vorbereitet. Das Saisonziel der Damen ist es, dieses Jahr wieder in die Playoffs zu kommen. Hierfür galt es, das Punktemaximum zu ergattern, um weiterhin vorne mitspielen zu können.

Schon vor der Saison war allen klar, dass es nicht einfach zu erreichen ist, und dass von jeder Spielerin im Training, wie auch in den Spielen eine konzentrierte und hervorragende Leistung gefordert wird. Mit diesen zwei wichtigen Spielen wäre der Anschluss an die Spitzenplätze möglich gewesen.

Durch konkretes Beobachten der Gegnerinnen war man optimal vorbereitet, um beide Spiele zu gewinnen. Die Zuversicht der Muotathaler stieg, je näher die Spiele kamen. Nach kurzer Besprechung in der Garderobe war definitiv Zeit, das Feld zu rocken und die Punkte zu holen.

Pflichtsieg geholt

Das erste Spiel des Tages durfte gegen den Tabellenletzten und Heimmannschaft Piranha Chur in Angriff genommen werden. Gleich von Beginn weg wollte man stark aufspielen und das Beste Unihockey zeigen. Denn schon in der Vorrunde haderten die Innerschwyzerinnen mit diesem nicht einfachen Gegner. Dieses Mal wollte man die Chancenauswertung nutzen und nicht mehr mit 9 Pfostenschüssen vom Feld gehen. Apropos Pfostenschüsse, gleich der erste Schuss der Thalerinnen endete am Pfosten. Das Spiel begann gleich, wie in der Vorrunde. Nach rund 8 Minuten hatten die Damen des UHC KTV Muotathal das Tor ausgemessen und wussten, wo sie zielen mussten- 1:0 Muotathal. Diese Führung wollten die Muotathaler nicht mehr hergeben. Nach rund 10 Minuten konnte man sogar das 2:0 erzielen. Der Bann gegen den Pfosten schien gebrochen. Dank einer guten Torhüterleistung konnten die Churerinnen vorerst kein Tor erzielen. Der Druck auf beiden Torhütern war gross. Beide Mannschaften hatten eine Vielzahl an Chancen, welche ungenutzt blieben. Bis zur 14ten Minute-3:0 Muotathal. Die Konzentration der Thaler liess wieder einmal nach und so stand es in der Pause 3:1 für Muotathal.

Nach Wiederanpfiff war den Thalerinnen klar, wie sehr sie diesen Sieg brauchen und wollen. Nach rund 26 Minuten Spielzeit konnte man mit 4:1 in Führung gehen. Alles schien nach Plan zu laufen, denn gegen Chur wollte und konnte man etwas für ein gutes Torverhältnis machen. Nach weiteren vergebenen Chancen konnte dann doch das lang ersehnte 5:1 erzielt werden. Nun konnte die Torjagd beginnen. Doch leider nicht für die Thalerinnen. Wegen Unkonzentriertheiten in der Verteidigung kam Chur immer mehr in Fahrt. So konnten die Piranhas dem Heimpublikum nochmals etwas zeigen. Sie kamen bis zum Schlussresultat 5:3 für Muotathal heran.

Das erste Ziel des Tages war erreicht, 2 Punkte konnte geholt werden. Doch wie war das mit dem Torverhältnis? Schien wohl nicht so gut gelaufen zu sein. An der Chancenauswertung muss noch mächtig gearbeitet werden.

 Trotzdem war es wichtig, dass dieser Sieg eingefahren werden konnte. Solche Spiele hätten in der Vergangenheit auch schon verloren gehen können.

Mettmenstetten ein Bein stellen und „DRAAABLIIBÄ“

Die Vorrundenbegegnung war bei allen noch präsent. Vor 2 Wochen konnte man sich in der letzten Minute zu einem Unentschieden retten.

Dieses Mal wollte man den Einhörnern keinen Punkt mehr geben. Diese 2 Punkte sollten mit ins Muotathal.

Die Thalerinnen starteten gut ins Spiel. Sie deckten gut und spielten gut mit. So konnte man nach knapp 3 Minuten 1:0 in Führung gehen. Nicht einmal eine Minute hielt dieser knappe Vorsprung- 1:1. Die Thalerinnen setzten die Unicorns mächtig unter Druck und das Spiel war ausgeglichen. Bis zur 11ten Minute 2:1 Mettmenstetten Pausenresultat.

Nach der Pause war der alte Elan zurückgekehrt. Wollte man doch mit allen Mitteln den Ball erobern und riskierte sogar eine 2 Minutenstrafe- Powerplay Mettmenstetten. In dieser Spielklasse ist es fast unmöglich, im Boxplay den Kasten sauber zu halten 3:1 Mettmenstetten. Die Muotathaler wollten aber „draaaabliibä“ und kämpfen. Nachdem die Coaches die Blöcke umgestellt hatten, gab es frischen Wind in die Mannschaft und siehe da, es klappte wieder mit Tore schiessen. Nur noch 3:2 für Mettmenstetten. Spätestens jetzt war allen klar, dass man mithalten konnte und dass ein Sieg möglich ist. Doch Mettmenstetten erlaubte dies nicht. 4:2 Mettmenstetten. Nachdem die Thalerinnen eine weitere Strafe eingefangen hatten, hiess es kurze Zeit später 5:2 Mettmenstetten. Rund 3 Minuten vor Schluss konnte der Anschlusstreffer durch das Kücken der Mannschaft erzielt werden 5:3 Mettmenstetten. Nun wollte man den Sieg unbedingt. Torhüterwechsel und Spieländerungen sollten den Sieg holen. Die Thalerinnen agierten die letzten Minuten mit 4 Feldspielerinnen und ohne Torhüter. Der Zweikampf wurde aber nur zwanghaft gesucht und so konnte man mit dem Schlusspfiff nur noch das 5:4 erzielen. Somit jubelten am Ende die Einhörner.

Es war nicht die Mannschaft, die man kennt. Der Kampfgeist war nicht immer vorhanden und diese Partie hätte man gewinnen müssen. Zu viele Eigenfehler und 2 unnötig herausgeholte Strafen brachen den Thalerinnen das Genick. Es ist schade, dass das Tagesziel nicht erreicht werden konnte. Die Muotathalerinnen müssen sich im nächsten Turnier ganz klar steigern, wenn sie in die Playoffs wollen. Die Gegner werden nicht einfacher und die Saison wird kürzer.

 

Resultate :

UHC KTV Muotathal - Piranha Chur     5:3

UHC KTV Muotathal - Mettmenstetten Unicorns     4:5

 

Für Muotathal spielten:

Torhüter: Claudia Brandenberger (1. Spiel/2. Spiel Schlussphase), Manuela Auf der Maur (2. Spiel Beginn)

Corinne Heinzer (1 Tor/0 Assists), Cynthia Herger, Regula Schuler (0/2), Daniela Gisler, Fabienne Reichmuth (2/0), Alessia Saluz (1/0), Livia Eichhorn (1/0), Silvia Isler, Angelika Reichlin, Rahel Tschümperlin (0/1), Tamara Küttel (0/1), Jill Herger (4/0)

Bemerkung: Leandra Pisani, Maria Bossert (ohne Einsatz), Kathrin Schmidig (abwesend)